Die Plastic Pirates werden 10 Jahre alt! Unser Jubiläum wollen wir mit möglichst vielen jungen Menschen feiern. Seit 2016 erforschen Schulklassen und Jugendgruppen die Plastikverschmutzung an unseren Flüssen. Seit 2024 gehören auch die deutschen Küsten und Inseln zum Untersuchungsgebiet. Nun startet das Projekt in eine neue Runde. Vom 01. September bis zum 30. November 2026 findet ein bundesweiter Aktionszeitraum für Probennahmen an allen Flüssen, Bächen, Küsten und Inseln statt. Gruppen aus allen Regionen Deutschlands können sich beteiligen.
Gerne schon vormerken: Im Frühjahr 2027 ist ein weiterer Aktionszeitraum geplant, der sich auf die Küstenregionen und das Flusssytem der Elbe konzentriert. Eingeladen sind Schulklassen, Schul-AGs und Jugendgruppen, gemeinsam die Plastikmüllverschmutzung an Flüssen, Küsten und Inseln wissenschaftlich zu untersuchen.
Teilnahme in ganz Deutschland
Ob an Flüssen, Küsten oder auf Inseln, bundesweit können alle Gruppen am kommenden Aktionszeitraum im Herbst teilnehmen. Damit möchten die Plastic Pirates noch mehr Jugendlichen den Zugang zu Citizen Science ermöglichen und gleichzeitig die wissenschaftliche Datenbasis zur Plastikverschmutzung an Gewässern erweitern.
Die Teilnehmenden untersuchen Uferbereiche mithilfe standardisierter wissenschaftlicher Methoden und dokumentieren ihre Ergebnisse. Durch die einheitliche Vorgehensweise sind die erhobenen Daten europaweit vergleichbar und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umweltforschung.
Mitmachen können
- Jugendliche von 10 bis 16 Jahren (bei Interesse sind auch jüngere oder ältere Teilnehmende herzlich willkommen)
- alle weiterführenden Schultypen
- Schulklassen, Schul-AGs und Jugendgruppen
- ideal für Gruppen von 15-30 Personen
Die Probennahmen eignen sich z. B. im Rahmen von Exkursionen, Projekttagen oder im MINT-Unterricht. Die begleitenden Aktions- und Unterrichtsmaterialien wurden von Wissenschaftler*innen und Pädagog*innen im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) entwickelt und sind kostenlos erhältlich. Anmeldungen sind ab sofort über unsere Webseite oder per E-Mail möglich. Der Versand der Begleithefte startet voraussichtlich ab Mitte August 2026 - solange der Vorrat reicht! Alternativ können jederzeit die digitalen Hefte über unsere Webseite heruntergeladen werden (Download Aktionsmaterialien | Plastic Pirates).
Eine neue Runde Fokusgruppen in Küstenregionen
Ausgewählte Schulklassen, die als Teil der Plastic Pirates Küstenabschnitte beproben, laden wir im Herbst 2026 zu Reflektions- und Diskussionsrunden mit uns ein. Ein Fokus liegt dabei auf dem Thema Mikroplastik. Gemeinsam möchten wir über die Erkenntnisse der Schüler*innen aus ihren Probennahmen sowie ihre Wahrnehmung der Plastikverschmutzung reden. Bei Interesse an einer Teilnahme kontaktiert uns gerne unter info@plastic-pirates.eu.
Testphase für Zusatzgruppe zu Epibionten – Interessierte gesucht
Ergänzend zur klassischen Mülluntersuchung entwickeln wir derzeit eine neue Zusatzgruppe für die Nordseeküste: Im Fokus stehen sogenannte Epibionten - kleine Lebewesen, die sich auf anderen Lebewesen bzw. Organismen ansiedeln. Diese kleinen maritimen Aufsitzer sind ein wichtiger Bestandteil des Lebensraums im Wattenmeer. Wer Lust hat, die Methode gemeinsam zu testen, kann sich gerne bei der Kieler Forschungswerkstatt melden.
Welche Lernerfolge bietet die Aktion?
Während der Probennahmen lernen die Jugendlichen wissenschaftliche Methoden der Datenerhebung und Dokumentation kennen und wenden diese eigenständig an. Gleichzeitig setzen sie sich mit den Ursachen und Folgen der Plastikverschmutzung auseinander und erhalten Einblicke in ökologische Zusammenhänge von Flüssen, Küsten und Meeren.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Die gesammelten Daten werden auf einer zentralen Plattform hochgeladen und anschließend von Wissenschaftler*innen der Kieler Forschungswerkstatt und des Ecologic Instituts ausgewertet. Über Beiträge in Fachzeitschriften, Online-Portalen und Vorträge werden sie der wissenschaftlichen Gemeinschaft, Entscheidungsträger*innen und allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse helfen dabei, die Plastikverschmutzung in Gewässern besser zu verstehen und geeignete Lösungsansätze abzuleiten.
Das Projekt ist Teil der europäischen Initiative „Plastic Pirates – Go Europe!“, die gemeinsam mit Partnern aus verschiedenen europäischen Ländern umgesetzt wird.