Aktionszeitraum verlängert!

Der diesjährige Aktionszeitraum wird verlängert! Junge Plastikpiraten haben noch bis zum 30. November Zeit, Plastikmüll an ihrem Wohnort zu sammeln, kategorisieren und ihre Ergebnisse einzureichen. Das begleitende Lehr- und Arbeitsmaterial ist ebenfalls weiterhin verfügbar. Volle Fahrt voraus!

Gemeinsam aktiv gegen Plastikmüll!

Die Faszination für Ozean und Flüsse und deren Bedeutung als Garanten der Artenvielfalt ist grenzenlos. Doch auch die Belastung von Stränden und Flussufern in Europa mit Plastikmüll macht vor Grenzen nicht halt. Vermeidung von Mikro- und Makroplastik in der Umwelt, die wissenschaftliche Einordnung dieser Herausforderung und die Forschung an nachhaltigen Materialien sind deswegen Aufgaben, an denen wir Europäerinnen und Europäer zusammen arbeiten müssen.

Deutschland, Portugal und Slowenien setzen sich im Rahmen ihrer gemeinsamen Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union 2020/2021 besonders für saubere Meere, Fließgewässer und gewässernahe Natur ein. Zeitgleich sind Schulklassen und Jugendgruppen aufgerufen, Plastikmüll an den Ufern von Flüssen und Bachläufen zu sammeln, die verschiedenen Arten des gesammelten Plastikmülls an unterschiedlichen Stellen eines Flussabschnitts zu dokumentieren und mit dieser länderübergreifenden Citizen-Science-Aktion die Forschung aktiv zu unterstützen.

Ein geeignetes Ufer an einem Fluss oder Bach ist gefunden? Dann kanns eigentlich schon losgehen! Die von den einzelnen Gruppen identifizierten Abfallarten (z. B. Zigarettenreste, Folien- oder Verpackungsteile) werden mithilfe detaillierter Aktionsmaterialien auf einer digitalen Landkarte veröffentlicht und helfen der Wissenschaft im Anschluss, bestehende Forschungslücken zum Vorkommen von Plastikmüllarten nach und nach zu schließen. Der Kampf gegen Plastikmüllverschmutzung, für saubere Gewässer und der Schutz natürlicher Ressourcen für zukünftige Generationen in einem vereinten Europa können nur dann gelingen, wenn gemeinsame politische Initiativen vor Ort durch uns – die Bürgerinnen und Bürger – aktiv unterstützt werden.

Plastic Pirates – Go Europe! Seid Ihr dabei?

 

Ziel der Aktion

Die Aktion

Diese Aufgabe geht Europa zusammen an – eine Aufgabe mit weltweiter Bedeutung, nicht nur während der gemeinsamen Trio-Präsidentschaft von Deutschland, Portugal und Slowenien im Rat der Europäischen Union. Fast zwei Drittel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Meere und Ozean haben einen enormen Einfluss auf die Stabilität unseres Klimas. Gewässer rund um den Globus sind wegen ihrer Vielfalt ein einmaliger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Ihr lebt im Landesinneren, weit weg vom nächsten Meer, und fragt euch, was ihr damit zu tun habt? Eine ganze Menge!

   

Europas Flüsse: Lebensadern für einen ganzen Kontinent

Durch zunächst vielleicht kleine Flüsse im Binnenland, die sich mit anderen Flüssen verbinden, wird irgendwann das Meer erreicht. Ein Beispiel gefällig? Die Donau, Europas längster Fluss, durchfließt insgesamt zehn verschiedene Länder, bevor sie nach etwa 2.850 Kilometern ins Schwarze Meer mündet. Leider werden durch Flüsse wie die Donau nicht nur Schiffe, Fische und Pflanzenreste Richtung Meer bewegt. Auch unterschiedlichste Arten von Plastikmüll – für das menschliche Auge kaum sichtbare Partikel genauso wie Joghurtbecher oder ganze Plastiktüten – suchen sich mit der Zeit ihren Weg in Richtung Meer.

   

Die Aufgabe

Diesen Müll schon an den Ufern von Flüssen und in Gewässernähe zu „kapern“ ist im Jahr 2020 die europaweite Aufgabe der Plastic Pirates. Durch die Erfassung von Plastikmüll und den Upload von Daten zum untersuchten Müllvorkommen helft ihr mit eurer Schulklasse oder außerschulischen Jugendgruppe, die gewässernahe Umweltverschmutzung zu erforschen. Die gleichen Versuchsanordnungen und Arbeitsschritte für alle teilnehmenden Teams sorgen für eine europaweite Vergleichbarkeit der erhobenen Daten, die nach und nach online auf einer Karte sichtbar werden.

Die gemeinsame Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien der drei Länder soll einerseits das europaweite Bewusstsein für die Bedeutung von Flüssen als gemeinsame Lebensadern und für den Schutz natürlicher Ressourcen stärken. Andererseits soll die Bedeutung internationaler Forschungszusammenarbeit gemeinsam erlebbar werden.